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Unterschiedliche Abwasserarten

Als Abwasser wird verunreinigtes Wasser bezeichnet, das durch den Gebrauch in seinen Eigenschaften verändert ist. Jeden Tag verschwinden Unmengen davon im Abfluss und fließen durch die Kanalisation bis zur Kläranlage. Das Abwasser wird auf unterschiedlichste Weise produziert. Das häusliche Abwasser fällt beispielsweise beim Duschen, Baden, Wäschewaschen oder WC-Spülen an. Dieses Abwasser enthält unter anderem Bade-, Spül- und Waschrückstände sowie Speisereste und Fäkalien. Neben den Privathaushalten sind auch gewerbliche und produzierende Unternehmen, Krankenhäuser, Behörden und Schulen große Abwasserproduzenten. Auch Regenwasser, welches von Dächern und Straßen abläuft und in die Kanalstation geleitet wird, gilt als Abwasser. Je nach Zusammensetzung und Wiederverwendbarkeit unterscheidet man verschiedene Abwasserarten.

Schwarzwasser

Das häusliche Schmutzwasser setzt sich aus dem sogenannten Grauwasser und dem Schwarzwasser zusammen. Bei Schwarzwasser handelt es sich um fäkalienhaltiges Abwasser aus Toiletten oder Urinalen. Dieses Schwarzwasser lässt sich noch in Gelbwasser und Braunwasser unterteilen. Gelbwasser ist die abwassertechnische Bezeichnung für Toilettenabwasser, das aus Urin oder gegebenenfalls aus Urin mit Spülwasser besteht. Da sich im Gelbwasser wichtige Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphorverbindungen befinden, kann es verdünnt als Dünger für Pflanzen genutzt werden. Als Braunwasser gilt das Schmutzwasser, das Fäzes, Spülwasser und Toilettenpapier enthält. Dieses Braunwasser lässt sich nach der Dehydrierung ebenfalls als Dünger verwenden. Eine Trennung vom Gelbwasser ist allerdings nur dann Möglichkeit, wenn Trenntoiletten vorhanden sind.

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Grauwasser

Als Grauwasser wird fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser bezeichnet, welches beim Duschen, Baden, Händewaschen und Wäschewaschen entsteht. Da dieses Abwasser in der Regel nicht so stark verschmutzt ist wie Schwarzwasser, kann es gesammelt und so aufbereitet werden, dass es die notwendigen Hygienebestimmungen für Betriebswasser erfüllt und nach der Aufbereitung als Brauch- und Betriebswasser genutzt werden kann. Eine wichtige Voraussetzung für die Wiederverwendung des anfallenden Grauwassers ist eine strikte Trennung zum Schwarzwasser. Das heißt, das Abwasser aus der Dusche, Waschmaschine, Badewanne und dem Waschbecken muss in einem getrennten Abwassersystem zur Kläranlage oder zu einer Aufbereitungseinheit geleitet werden, damit es später für die WC- und Urinalspülung oder zur Gartenbewässerung genutzt werden kann. In manchen Fällen wird sogar das Abwasser aus der Badewanne und Dusche separat abgeführt, weil dieses Abwasser das mit Abstand sauberste ist, was im Hause anfällt, während das Abwasser aus Spül- und Waschmaschinen aufgrund des Fettgehalts, bzw. der Flusenanteile eher ungeeignet zur Grauwasseraufbereitung ist.

Regenwasser

Zum Regenwasser zählt das Wasser aus natürlichem Niederschlag, das nicht durch Gebrauch verunreinigt wurde. Es gelangt durch Gullis in die Kanalisation oder wird durch Regenfallleitungen aus der Dachrinne in einen Sickerschacht, eine Tonne, Zisterne, Sammelleitung oder Grundleitung geleitet.

In den Abwässern der Industrie und von Tankstellen befinden sich oftmals viele schädliche Stoffe wie Öl oder Schwermetalle. Aus diesem Grund wird Industrieabwasser in vielen Fällen in industrieeigenen Anlagen vorbehandelt, bevor es in die öffentliche Kanalisation geleitet wird.

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